Das Foto zeigt die Gruppe im Kapitelsaal des Doms.

Dankeschön-Ausflug nach Münster

Die Kommunionhelfer/innen und Lektor/innen der Kirchengemeinde waren kürzlich im Dom zu Münster.

Gottesdienst, Geschichte und Glaubenszeugnis

Einen besonderen Nachmittag erlebten die Altenberger Lektorinnen und Lektoren sowie Kommunionhelferinnen und Kommunionhelfer am Freitag, den 26. Juni bei einem Besuch im St.-Paulus-Dom in Münster. Den Auftakt bildete ein gemeinsamer Gottesdienst unmittelbar im Altarraum des Domes. Anschließend führte Weihbischof em. Dieter Geerlings die Gruppe persönlich durch Kirche, Geschichte und Glaubenswelt des Bistums.

Im Mittelpunkt der Führung standen nicht nur die beeindruckende Architektur und die Kunstwerke des Domes, sondern auch die Geschichten, die mit ihnen verbunden sind. Weihbischof Geerlings erläuterte die frühere Bedeutung des Domkapitels, dessen Mitglieder über viele Jahrhunderte großen Einfluss auf das kirchliche und gesellschaftliche Leben in Münster hatten. Dabei wurde deutlich, wie sehr sich die Rolle von Bischöfen, Domkapitel und Kirche im Laufe der Zeit verändert hat.

Auf dem Domhügel, dem historischen Ursprung des Domes, erinnerte er zudem daran, dass dieser Bereich seit Beginn des 20. Jahrhunderts auch als Grablege für Bischöfe und Würdenträger vorgesehen ist.

Besonders eindrucksvoll war die Station am Grab des seligen Kardinals Clemens August Graf von Galen (+1946). Sein bis heute bekanntes Wort „Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen“ erinnert an seinen mutigen Widerstand gegen das nationalsozialistische Unrecht. Auch der Besuch von Papst Johannes Paul II. am Grab von Galens im Jahr 1987 wurde thematisiert.

Ein weiterer Höhepunkt war die Astronomische Uhr des Domes. Sie zeigt nicht nur die Zeit, sondern diente über Jahrhunderte hinweg auch der Berechnung des kirchlichen Kalenders und insbesondere des Osterfestes. Die Verbindung aus Astronomie, theologischer Bildsprache und mittelalterlicher Mechanik machte die Bedeutung dieses außergewöhnlichen Kunstwerks anschaulich.

Am Hauptaltar richtete sich der Blick auf die goldene Figurengruppe im Altarfrontal sowie auf das große Kreuz aus der Zeit um 1240. Christus ist dort nicht nur als Leidender dargestellt, sondern zugleich als der Dienende. Auch die Bedeutung von Reliquien, der heilige Mauritius und die Christophorusdarstellung wurden verständlich und lebendig erläutert.

Die Führung verband auf besondere Weise Glauben, Geschichte und Gegenwart. Sie machte deutlich, wie viele Glaubens- und Lebensgeschichten im Dom bewahrt werden und bis heute Menschen ansprechen. Beim anschließenden gemeinsamen Essen bei Pinkus Müller in Münster blieb Zeit, die vielen Eindrücke auszutauschen und den Besuch in geselliger Runde ausklingen zu lassen.

 

Text und Fotos: Norbert Vowinkel